Rheinlandliga – leider nur von der Zuschauerbank aus

Ja, dieses Jahr kann ich die Rheinlandliga leider nur von der Zuschauerbank aus verfolgen. Eine böse Knieverletzung hat mich eine Woche vor Turnierbeginn niedergestreckt, mit Krücken kann ich einigermaßen gehen, so dass ich im Alltag mobil bin, aber spielen kann ich so natürlich nicht. Ich freue mich natürlich, dass ich vom Arzt eine recht positive Prognose bekommen habe, dass es also keine bleibenden Schäden sein werden, sondern dass es wohl gut ausfallen wird und ich – wenn alles gut läuft – nach ca. drei Monaten wieder auf dem Platz darf. So ein Knie ist ja schon ein hochkompliziertes Gelenk, das hätte wesentlich schlimmer kommen können – dessen bin ich mir absolut bewusst. Aber trotzdem ist es natürlich ärgerlich, ausgerechnet jetzt vor diesem Turnier.

Wie sehr mich das ärgert, könnt ihr euch vielleicht am besten vorstellen, wenn er selbst ambitioniert Sport treibt und euch schon mal auf einen Wettkampf vorbereitet hat: Die Rheinlandliga ist einfach ein tolles regionales Event, auf das ich mich lange vorbereitet habe. Ich spiele ja schon seit Jahren Badminton, trainiere regelmäßig im Verein und lege auch – soweit es meine Zeit erlaubt – immer wieder Solo-Trainings ein, um mich fit zu halten. So geht beispielsweise öfters schwimmen oder joggen oder auch skaten, das ist einfach gut für die Ausdauer. Und die alternative Belastung durch den Muskeln auch gut, dass trainiert das Gehirn und fördert die allgemeine Koordination. Jetzt, wo der Wettkampf immer näher rückte, habe ich natürlich besonders viele solcher Extra-Trainings-Einheiten eingelegt. Und dann? Tja, dann geh ich am Samstag früh zum Bäcker, spring von der Fahrbahn zurück, da – trotz grüner Fußgängerampel – ein Radfahrer gefährlich schnell auf mich zukommt und lande dabei so unglücklich, dass ich mit verdrehtem Knie zu Boden ging.

Tja, nun ist der aktive Sport für mich erst einmal passé. Um das irgendwie zu kompensieren, ich letztens einen ganzen Abend lang durchs Internet gesurft und habe mir Badminton-Schläger angeschaut. In dem Online-Badmintonshop, den mir ein Vereinskollege empfohlen hat, habe ich auch ein Modell entdeckt, auf das ich schon lange ein Auge geworfen hatte. Noch dazu aktuell im Sonderangebot, da habe ich natürlich sofort zugeschlagen. Ein Frustkauf? In gewisser Hinsicht sicher ja, aber langfristig wird mein schönes neues Racket definitiv zum Einsatz kommen und so kann ich ja schon mal auf dem Sofa liegen, den Birdie hüpfen lassen und in Vorfreude schwelgen!

Bild: Quan Nguyen

Das Rheinland-Turnier verfolge ich natürlich trotzdem, auch wenn es weh tut, nicht selbst auf dem Platz zu stehen, sondern nur auf der Zuschauerbank können. Natürlich freue ich mich, dass wir bislang so gut abgeschnitten haben das tröstet mich etwas. Und ja, lieber Lokal-Sportredakteur, der Sekt ist schon kalt gestellt! Auf die Badminton-Rheinlandliga haben wir Betzer „Smasher“ so lange und konzentriert hingearbeitet – ein anderes Ergebnis haben wir auch nicht erwartet. Natürlich, die anderen haben auch trainiert, aber man kennt sich ja untereinander, von Freundschaftsspielen oder aus gemeinsamen Technik-Trainings, da kann man sich ja schon ziemlich gut einschätzen. Insofern haben wir uns gute Chancen ausgerechnet und wie es aussieht, lagen wir damit auch ganz richtig!