Man muss ja nicht übertreiben!

Ein Freund von mir schickte mir letztens dieses tolle Foto mit den frisch gedruckten Elch-Aufklebern in leuchtenden Neon-Farben. Selbst designt, selbst gedruckt – wahrscheinlich irgendwo im Internet bestellt, nehm ich an.

Ja, und so ein Elch, den würde ich mir natürlich auch gerne aufs Auto packen. Ich hab ja keinen neuwertigen Luxusschlitten sondern einen alten, schon etwas rostigen Golf, da sind die Aufkleber eine deutliche ästhetische Aufwertung.

Mein Freund sieht das leider nicht so, dem sind die Dinger ein Dorn im Auge und er sagt immer, es sei ihm total peinlich, wenn er sich mein Auto mal ausleihen muss und dann selbst so bunt beklebt durch die Stadt fährt. Naja, jeder nach seinem Geschmack halt.

Als ich ihm die schönen Elch-Aufkleber zeigte, soll heißen, als ich ihm eine Mail mit dem entsprechenden Link geschickt habe, kam postwendend die Antwort. Ein Link auf einen Artikel wo es darum ging, dass jemand über 230 Aufkleber auf seinen Twingo geklebt hat.

Na, bei 230 Aufklebern bin ich noch lange nicht, ich hab zwar nicht gezählt, aber mehr als 20 sind es bei mir garantiert nicht. Obwohl es natürlich schon cool aussieht, mit all den Aufklebern, aber das ist mir dann doch schon etwas zu viel.

Ich bleibe bei meinen Stickern, das sind alles Erinnerungsstücke – von der klassischen Sylt-Silhouette und ähnlichen touristischen Souvenirs bis zu den rot-gelben „Atomkraft, nein danke!“ Stickern und anderen politischen Botschaften ist da über die Jahre einfach ein Mix zustande gekommen, der ein Stück aus meinem Leben erzählt. Natürlich, wenn das Auto mal auf den Schrott kommt, sind auch die Aufkleber weg, aber dann mache ich auf jeden Fall vorher ein Foto.