Ist der Führerschein mit fünfzehn Jahren zu früh?

Das erste Fahrzeug, welches man selbstständig fahren darf, ist der Motorroller oder genauer das Mofa. Bereits im Alter von 14,5 Jahren ist es möglich, sich für den Führerschein in dieser Fahrzeugklasse anzumelden. Aber ist es wirklich ratsam sein Kind bereits in einem so jungen Alter allein fahren zu lassen. Ein begleitendes Fahren wie beim Auto ist nicht möglich.

Man könnte sich natürlich die Frage stellen, ob das Kind überhaupt reif genug dafür ist, also ob es die Gefahren im Straßenverkehr mit einem Motorroller überhaupt erkennen und richtig einschätzen kann. Verhält es sich im Straßenverkehr richtig und kann es auch auf sich und auf andere aufpassen? Diese Fragen sollte man sich grundsätzlich stellen, bevor man sein Kind den Motorrollerführerschein machen lässt.

Motorroller als EInstieg in den motorisierten Straßenverkehr für Jugendliche
Motorroller als Einstieg in den motorisierten Straßenverkehr für Jugendliche

Sobald man dann beim Führerschein für den Motorroller angemeldet wurde, beginnt man mit der theoretischen Ausbildung über Verkehrsregeln etc. Dort lernt man dann, wie man sich im Straßenverkehr zu verhalten hat und was man dort beachten muss. Wenn man eine gewisse Mindestzahl an Theoriestunden absolviert hat und die theoretische Prüfung erfolgreich bestanden hat, beginnt die praktische Fahrausbildung. Das sieht so aus, dass der Fahrschüler auf einem Motorroller vor dem Fahrlehrer, welcher dem Schüler in einem Auto hinterherfährt, fährt. Beide kommunizieren über Headsets miteinander. Dadurch erfährt der Schüler in welche Richtung er mit seinem Mofa fahren soll und er erhält Tipps bezüglich seines Fahrverhaltens. Auch in der praktischen Ausbildung muss der Fahrschüler eine Mindestanzahl an Fahrstunden mit dem Motorroller vorweisen. Wenn alle Vorraussetzungen erfüllt sind, kann man die praktische Fahrprüfung absolvieren. Nach erfolgreichen Bestehen und sobald man fünfzehn Jahre alt ist, darf man dann mit einem Mofa am Straßenverkehr teilnehmen.

Hier sollte man sich allerdings nicht überschätzen, denn in der Fahrschule kann man gar nicht auf alle Situationen vorbereitet werden. Statt übermütig zu fahren, sollte man immer daran denken, dass man nicht alleine auf den Straßen unterwegs ist. Das Gute am Motorroller ist, dass er gar nicht die hohen Geschwindigkeiten erreichen kann, sodass hier das Gefahrenpotential schonmal ein wenig reduziert wird.

Durch das Fahren mit dem Motorroller kann man über zwei Jahre Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln, bevor mit dem Führerschein für das Auto begonnen werden kann, sodass man hier nicht ins kalte Wasser geworfen wird.