Gewusst wie

Bernhard hatte langsam die Nase voll. Seit drei Jahren versuchte er sich an einer Uni einzuschreiben und jedes Mal bekam er eine Absage. Dabei waren seine Voraussetzungen nicht schlecht, er hatte Abitur und dann eine Lehre gemacht und konnte mittlerweile zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen. Allerdings hatte Bernhard in den letzten Jahren zunehmend festgestellt, dass er gerne mehr aus seinem Wissen machen möchte. Er hatte den Entschluss gefasst zu studieren. Nächte lang hat er gerechnet um sicher zu gehen, dass er es sich aus leisten könnte für drei Jahre aus dem Job zu treten und mit ein paar Einsparungen und Nebenjobs während des Studiums würde die Finanzierung stehen. Stolz warf er seine Bewerbung ein und war frohen Mutes bis zu dem Tag an dem die Absage ins Haus flatterte. Es seien zu viele Bewerber für dieses Semester und diesen Studiengang, deshalb sei er nun auf der Warteliste an 105. Stelle. Bernhard hatte damals einen Lachanfall bekommen und sich dann entschieden im nächsten Semester wieder zu probieren. Doch auch die kommenenden zweieinhalb Jahre sollte er keine Studienplatzzusage erhalten. So waren die drei Jahre, in denen Bernhard gerne studiert hätte, einfach so ins Land gegangen. Bernhard fragte sich, ob er es überhaupt noch einmal probieren sollte, schließlich wurde er ja nicht jünger. Als eines Abends mit einem Freund über das Dilemma sprach, fragte ihn dieser, warum er nicht gegen die Entscheidung geklagt hätte. Bernhard war verblüfft, von einer Studienplatzklage hatte er bisher noch nie etwas gehört. “Was meinst du wie viele Studenten nur mit einer Studienplatzklage an die Uni gekommen sind?”, antwortete ihm sein Freund. Bernhard solle sich einmal im Internet schlau lesen, da würde es diverse Foren und Webseiten zu Studienplatzklagen geben, wie http://www.studienplatz-eilantrag.de/.
Gesagt, getan. Bernhard war total überrascht wie vielen Wissbegierigen es genauso ging wie ihm. Er hatte sich ein Formular heruntergeladen was speziell zur Einreichung einer Studienplatzklage konzipiert worden war. Vorerst brauchte er nicht einmal einen Anwalt zu nehmen. Es folgten daraufhin mehrere Wochen Schriftverkehr zwischen der Universität und ihm und am Ende hatte er tatsächlich seinen Studienplatz bekommen. Er bedankte sich bei seinem Freund, ohne ihn hätte er nie von der Studienplatzklage erfahren und würde wahrscheinlich deprimiert in seinen alten Job zurückkehren.